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terv
erze
ichn
is oder eine Telefonliste. Das persönliche
Profil in Social Software wie Lotus Connections ist eine
Weiterentwicklung dieses Mita
rbei
terv
erze
ichn
isse
s. Es ist ein
sicheres Facebook oder XING für Unternehmen, in der Regel hinter dem
Firewall.
Und natürlich erweitert ein solches
soziales Netzwerk die Funktionalität eines herkömmlichen
Mitarbeiterverzeichnisse. Natürlich habe ich die „normalen“
Kontaktinformationen zur Verfügung: Telefonnummern, Adresse,
Lokation, Vorgesetzter, Jobrolle und so weiter. Diese gewohnten
Basisinformationen werden aber durch diverse Zusatzinformationen
ergänzt.
Ich kann Kollegen taggen, d.h. Ihnen
bestimmte Attribute zuordnen. Jemand ist ein Experte für Social
Software. Also bekommt er den entsprechenden Tag. Über solche Tags
finde ich dann später Kollegen wieder, die eben potentiell Experte
und Ansprechpartner zu einem Tag, zu einem Thema sind. Da nicht nur
Personen sondern generell alle möglichen Informationen wie Blog- und
Wikieinträge, Dateien oder Lesezeichen „getaggt“, also
verschlagwortet werden, kann ich über die Liste der Tags oder die
beliebte Tagwolke mit einem Klick vielfältige Informationen zu einem
Schlagwort einsehen.
Twitter ist in aller Munde, aber
Microblogging hat unterdessen auch Einzug in Social Software für den
Unternehmenseinsatz gehalten. Ich kann per Microblogging eingeben,
woran ich arbeite oder wo ich heute bin. Hört sich erst einmal
trivial an, aber einige Geschäftspartner setzen das unterdessen
bewußt und konsequent ein, um sich im Team gegenseitig zu
informieren, woran wer gerade arbeitet. Und persönlich habe ich
darüber auch schon erfahren, wer gerade wo ist und mich dann zum
Kaffee verabredet.
Ich habe über das Profil weitere
Informationen zur Verfügung, die der jeweilige Mitarbeiter erstellt
oder bearbeitet hat. Ich kann direkt seine Blogbeiträge einsehen.
Ich sehe, in welchen Wikis er mitarbeitet. Seine Dateien befinden
sich im Zugriff (so er sie freigegeben hat). Auf diese Weise finde
ich beispielsweise die neuesten Präsentationen von Kollegen, die ich
dann selbst wieder verwenden kann. Ich bekomme als quasi ein soziales
Profil, das viel mehr ist als nur die Visitenkarte des Kollegen.
In Kombination mit Software für
Unified Communication und Instant Messaging sehe ich die „Präsenz“
des jeweiligen Kollegen. Was heißt das? Mir wird angezeigt, ob er
für einen Chat verfügbar ist, ob er in einem Meeting weilt oder
nicht gestört werden kann. Direkt aus dem Profil kann ich ihn
anchatten oder auch mit integrierter Telefonie vom Computer aus
anrufen. Umgekehrt kann ich über Unified Telephony steuern, wie und
wo ich erreicht werden will. Wenn ich im Büro bin, kommt der Anruf
auf meiner Büronummer an. Unterwegs wird mein Telefon angewählt,
zuhause meine Home Office-Nummer.
Deutlich gesteigert werde kann der Wert
noch, wenn das Profil mit den genannten Informationen nicht nur auf
der Intranet-Seite Mitarbeiterverzeichnis verfügbar ist. Dort muß
die Information natürlich zur Verfügung stehen. Was aber, wenn die
persönliche Visitenkarte, das Profil, mit den wichtigsten Infos auch
direkt in anderen Unternehmensanwendungen eingeblendet wird. Ich bin
in meinem E-Mail-Programm – egal ob Outlook oder Exchange -, bewege
die Maus über einen Namen und bekomme dessen Visitenkarte
eingeblendet. Ich kann direkt sehen, wo sich die Person befindet,
kann sie oder ihn sofort anrufen oder anchatten oder eben seine
Blogbeiträge und Dateien öffnen. Und das ohne explizit ins Intranet
wechseln zu müssen. Dies bedeutet volle Integration des
Mitarbeiterverzeichnisses mit den neuen sozialen Funktionen als
integraler Bestandteil des gewohnten, täglichen Arbeitsplatzes und
steigert nochmals Akzeptanz und Nutzung..
Soziale Netzwerk beziehungsweise Social
Software für den Einsatz im Unternehmen sind eine große Chance,
bewährte Mitarbeiterverzeichnisse aufzubohren und deutlich
funktional zu erweitern. Das Thema Knowledge Management oder
Wissensmanagement geistert schon seit vielen Jahren durch Unternehmen
und Presse: Wissen bewahren, Wissen einfacher zur Verfügung stellen
können. Die Funktionen, die wir aus dem Web 2.0 kennen, können
dabei neuen Schub verleihen. Viele – gerade die Millenials und
Digital Residents – kennen die Funktionalität aus dem privaten
Gebrauch. Sie wissen, was Blogs, Wikis und Bookmarks sind und haben
kein Problem, dies dann auch unternehmensintern zu verwenden. Und
gerade die jungen Leute erwarten auch, daß sie solche Funktionalität
im Unternehmen zur Verfügung haben.
Warum also die Digital Residents nicht
abholen und die anderen Mitarbeiter nicht sukzessive an solche Themen
heranführen, um Personalentwicklung und Wissensmanagement zum Nutzen
des Unternehmens zu betreiben? Und das mit einem integrierten Ansatz
auf Basis einer Social Software-Plattform und nicht einzelner
verstreuter, nicht miteinander verbundener Wikis und Blogs. Ich bin
der festen Überzeugung, daß das Mitarbeiterverzeichnis der Zukunft
ein soziales Unternehmensnetzwerk sein wird. Und wer sich am
Sozialismus im Begriff soziales Netzwerk stört ersetze das Wort mit
Unternehmensnetzwerk oder eben Mitarbeiterverzeichnis.