IDC: Die 5 wichtigsten Software-TrendsQuelle: http://www.cio.de/strategien/analysen/2271370/index.html?r=8616816585786888&lid=116858
Unternehmen werden in diesem Jahr verstärkt
auf neue Trends bei Business Application treffen. Lynn Thorenz und
Matthias Zacher von IDC stellen sie vor. Mit
der anhaltenden wirtschaftlichen Dynamik, veränderten Formen der
Zusammenarbeit zwischen Organisationen und Mitarbeitern und sich
wandelnden Geschäftsmodellen, stellen Unternehmen veränderte und neue
Anforderungen an die Nutzung und Bereitstellung von Lösungen. Betroffen davon sind vor allem:
- Enterprise Resource Planning (ERP), - Business Intelligence (BI), - Customer Relationship Management (CRM), - Human Capital Management (HCM), - Social Software, - Enterprise Collaboration, - E-Commerce und - Project Based Solutions Das
gilt insbesondere für solche Aspekte wie Interoperabilität,
Verfügbarkeit und Zugriff, die in ihrer bisherigen Form den aktuellen
geschäftlichen Erfordernissen nur teilweise entsprechen. Cloud Computing
wird in unterschiedlichen Ausprägungen auch im Bereich Business
Software zunehmend an Bedeutung gewinnen und als Enabler für weitere
Trends über den gesamten Unternehmensstack agieren. Unternehmen werden
im Jahr 2011 verstärkt auf folgende Trends im Business
Application-Umfeld treffen:
1. Mobile Anwendungen
setzen sich im Unternehmen durch. Seit dem Jahr 2010 treiben Unternehmen
das Thema Enterprise Mobility ernsthaft voran. Ein Haupttreiber ist unter anderem der enorme Fortschritt bei mobilen Endgeräten wie beispielsweise bei den Smartphones und Tablets auf Basis von Apples iOS and Googles Android
Plattform. IT-Leiter in den Unternehmen sind mehr und mehr mit
Endgeräten und Applikationen aus der Consumer Welt konfrontiert, die
unter dem Schlagwort "Bring your own device" Einzug in die Unternehmen
halten.
Ein weiterer wichtiger Trend ist die steigende
Bedeutung von mobilen Applikationen. Der zunehmende Einsatz von
Tablet-PCs in den Unternehmen macht zudem die Einführung eines Mobile
Device Managements notwendig, um eine sichere Einbindung aller Endgeräte
zu gewährleisten. All diese Faktoren erfordern die Implementierung
umfassender Mobile Enterprise Plattformen, die sowohl die Sicherheit der Geräte im Betrieb garantieren als auch die Intellectual Property schützen. Social Collaboration, Web 2.0 Tools und Socialytics 2. E-Mail erfährt durch Social Collaboration und Web 2.0 Tools neuen Schwung. Mit
dem Aufkommen sozialer Netzwerke und der Verbreitung neuer Tools zur
Zusammenarbeit ist vielfach der Tod von E-Mail beschworen worden. Aber
das Gegenteil ist der Fall. Weder Microblogging, Acvitity Streams oder
Instant Messaging werden E-Mail ersetzten, da es sich hier um andere
Formen/Technologien zur Zusammenarbeit handelt. Wie eine Umfrage von IDC
zeigt, wächst zwar der Anteil der Nutzung von Social Software im
Kommunikationsverhalten, gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass je
nach Anforderung und Situation unterschiedliche
Kommunikationsinstrumente eingesetzt werden. Email wird nach
Einschätzung von IDC schwerpunktmäßig für wichtige und vertrauliche
Kommunikation eingesetzt, also überall dort, wo nicht der schnelle
sondern der eher nachhaltige Informationsaustausch im Vordergrund steht.
3.
Socialytics verbindet Businessanwendungen mit analytischen Anwendungen,
Social Web und Collaboration Software zu einer umfassenden
Informations- und Analyse-Plattform in Unternehmen. Erste
Erfahrungen mit Socialytics aus den vergangenen zwei Jahren zeigen,
dass Fachabteilungen und Unternehmen mit solchen Lösungen zusätzliche
Informationen für neue geschäftliche Aktivitäten gewinnen. Die
Auswertung und Analyse von Daten aus dem Web 2.0 und Social Media
ermöglicht Unternehmen, umfassender Fragen, Meinungen, Trends,
Meinungsführer, Kritik, Beschwerden, Wettbewerberaktivtäten und
Kundenwünsche auszuwerten. Hatten die meisten analytischen Lösungen
bisher stärker einen reaktiven Charakter, so ermöglichen Socialytics in
deutlicherem Maße vorausschauende Analysen. Grundlegende
Anforderungen an ein erfolgreiches Anwenden von Socialytics sind:
Zugriff auf Daten aus dem Social Web und auf Businessdaten, Analyse von
Texten und Natural Language Processing, Monitoring von Aussagen und
Meinungen quer über die relevanten Themen und Kanäle, APIs für die
Enterprise Systeme sowie Analysen über den gesamten Datenbestand der
Unternehmensdaten und der weiteren Daten.
4. App Stores verändern klassische Preis- und Bezugsmodelle.
Kennzeichen von App Stores im Consumer-Umfeld sind hoher Wettbewerb,
aggressives Pricing, geringe Margen, hohe Transparenz des Angebots,
einfache Beschaffung und Installation sowie kaum vorhandene
Kundenloyalität. App Stores im Enterprise-Umfeld
greifen einige Merkmale der "Consumer App Stores" auf. Hierzu zählen der
Zugriff durch Kunden auf Lösungen und Lösungserweiterungen über ein
Portal, Vergleich von Features und Leistungsumfang, Preistransparenz und
Bewertung und Kommunikation mit dem Anbieter. Die Verbreitung von "Enterprise App Stores" hat gerade begonnen. IDC erwartet 2011 und darüber hinaus eine weitere Verbreitung und Verfeinerung der App Stores und der dort verfügbaren Angebote.
5.
Die Formen der Zusammenarbeit wandeln sich radikal und erfordern neue
Lösungen für Collaboration, Projektmanagement und Workforce Management. Die
Mitarbeiter bleiben auch in einer Internet basierten Arbeitswelt Dreh-
und Angelpunkt des Geschäfts. Mobile Lösungen und Endgeräte, hohe
Bandbreiten, Lösungen für eine "virtalisierte Workforce" und die
Unabhängigkeit von Lokationen und Zeit ermöglichen neue und verbesserte
Formen der Zusammenarbeit und der Ausnutzung der Ressourcen. Das nun zur
Verfügung stehende Frameset aus den genannten Assets lässt sich als
Human Cloud beschreiben. Solch eine Human Cloud zeichnet sich wie das Cloud Computing Modell durch Flexibilität, Agilität und Elastizität aus. Fazit Die
Umsetzung und Ausprägung der genannten Trends hat in einigen
Unternehmen bereits begonnen. Den geschäftlichen, wirtschaftlichen und
technologischen Herausforderungen kann sich kein Unternehmen entziehen.
Das gilt ebenso für die sich wandelnde Arbeitswelt vieler Beschäftigter.
Langfristig werden vor allem die Unternehmen erfolgreich sein, die sich
den Herausforderungen frühzeitig stellen und Trends ernsthaft auf
Relevanz für ihre Organisation prüfen.
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