So wird Android Business-tauglichQuelle: cio.de
Android-Geräte sind auf dem Vormarsch und werden immer häufiger in
Unternehmen eingesetzt. Wir machen Ihr Smartphone für den
Business-Einsatz fit. Android erfreut sich immer größerer Beliebtheit. In den USA ist
Android bereits die Nummer 1 unter den Smartphone-Betriebssystemen. Da
stellt sich natürlich die Frage, wie gut sich Android für den
Unternehmenseinsatz eignet. Selbst wenn Ihr Unternehmen offiziell kein
Android unterstützt, sollten Sie sich nicht wundern, wenn Ihre Kollegen
trotzdem Mittel und Wege finden das Android-Gerät auch im Unternehmen zu
nutzen. "BlackBerry und BlackBerry Enterprise Server (BES) sind immer noch das Beste für Unternehmen", sagt Christian Kane, ein Analyst bei Forrester Research. "Die ersten Versionen von Android
erfüllten nicht die Sicherheitsansprüche, die in Unternehmen notwendig
sind. Aber die Zeiten haben sich geändert. Jede Aktualisierung des
Android-Betriebssystems erhöht die Sicherheit und fügt Android weitere Funktionen hinzu, sodass Android-Geräte auch für Unternehmen immer geeigneter werden." Android muss sich jedoch immer noch weiterentwickeln, wenn es mit BES
konkurrieren will, aber der Vorsprung von BES ist nicht mehr allzu
groß. Wir geben Ihnen zehn Tipps, mit denen Sie Ihr Android-Gerät in ein
solides Business-Smartphone verwandeln können. Bildschirmsperrung bei Android Um ein Smartphone
in einem Unternehmen nutzen zu dürfen, muss dieses viele
Sicherheitskriterien erfüllen. Manche davon sind sehr einfach zu
erfüllen, andere hingegen eher schwierig. Wir beginnen mit den einfachen
Kriterien. Die meisten Nutzer entsperren ihren Bildschirm, indem sie
einfach auf mit dem Finger von oben nach unten über den Bildschirm
streichen. Dies ist die Standardeinstellung.
Aber Sie können diese Einstellung ändern. Navigieren Sie zu "Einstellungen" und anschließend zu "Sicherheit".
Dort können Sie beispielsweise ein komplexeres Muster festlegen, mit
welchem Ihr Bildschirm entsperrt wird. Wenn Sie lieber Zahlen an Stelle
von Mustern eintippen, können Sie eine PIN-Eingabe erforderlich machen. Antivirenprogramm für Android Malware könnte zu einem Problem bei Android-Smartphones werden. Installieren Sie deshalb ein aktuelles Antivirenprogramm auf Ihrem Smartphone.
Dabei bietet der Android Markt viele unterschiedliche Programme, von
denen einige sogar kostenlos erhältlich sind. Zwei sehr gute Beispiele
für Antivirenprogramme sind Anti-Virus Free und Lookout Mobile Security. Lookout
überprüft automatisch jede neu installierte App auf verdächtigen Code.
Zudem informiert Sie Lookout, wenn eine App Daten sammelt oder
weitergibt. Diese Virenschutz-Funktion gibt es gratis, wenn Sie die App
aber lizenzieren, dann können Sie zusätzlich die Backup-Funktion,
die Fernsperrung und die Fernlöschung nutzen. Außerdem können Sie Ihr
Smartphone vom Browser-Frontend aus jederzeit lokalisieren lassen.
Lookout nimmt dazu Verbindung mit Ihrem Smartphone auf und zeigt den
ermittelten Standort dann auf einer Google Maps-Karte an. Allerdings klappt die Lokalisierung nicht immer ganz exakt. Wenn sich Ihr Handy in einem Raum befindet, von dem aus es kein GPS-Signal empfangen kann und es dort auch kein WLAN-Netz
nutzt, dann wird anhand der Funkzellen der Standort ermittelt. Und das
ist etwas ungenauer als via GPS und WLAN. In unserem konkreten Beispiel
(siehe Screenshot) betrug die Abweichung knapp Hundert Meter.
Authentifizierung, Sicherheitsrichtlinien, Sichere Mail Drittherstellerprogramme, wie SecureAuth und PhoneFactor, fügen eine mehrteilige Authentifizierungen in Ihr Android-Gerät
ein. Somit können Sie als Nutzer sicher auf Anwendungen in Ihrem
Unternehmen zugreifen. SecureAuth kann sich mit ActiveDirectory
verbinden, sodass mobile Nutzer genauso streng überprüft werden wie LAN-Nutzer. Apps zur Verwaltung der Android-Sicherheitsrichtlinien Zwar kann Google
keine solchen Richtlinien vorweisen wie BES, dennoch können Googles
Apps Ihnen helfen Sicherheitsrichtlinien auf dem Android festzulegen.
Mit Google Apps Device Policy Administration können Administratoren unterschiedliche Richtlinien, wie beispielsweise ein Passwort,
das bestimmte Vorgaben erfüllt, Datenverschlüsselung und die
Bildschirm-Sperrung, einstellen. Desweiteren können Sie damit Ihre
Android-Daten aus der Ferne löschen, falls Ihnen Ihr Gerät
abhandenkommen sollte. Verwaltung des Mobilgerätes Es gibt mehrere Unternehmen, die Ihnen eine BES-artige Kontrolle über Ihr Android, iPhone oder andere mobile Geräte versprechen. Laut Kane sind Good Technology und Sybase Afaria
die führenden Unternehmen in diesem Bereich. Jedoch haben diese
Programme ernstzunehmende Konkurrenz erhalten unter anderem von AirWatch, BoxTone, Mobilelron und Zenprise.
Wenn Sie eines der Programme installiert haben, können Sie Daten in
Echtzeit verschlüsseln, aus der Ferne die Passwortrichtlinien bestimmen,
Daten löschen, Ihre Geschäftsdaten auf einer speziellen Partition
sichern und alle Zugriffsrechte anpassen. Ab welcher Version unterstützen Sie Android? "Selbst mit installierten Drittherstellerprogrammen, die die Sicherheit der Android-Smartphones
erhöhen, sind nicht alle Schwierigkeiten überwunden. Denn selbst diese
Programme können die Richtlinien nicht auf alle existierenden,
unterschiedlichen Betriebssystem-Versionen installieren", sagt Kane.
Dasselbe gilt jedoch auch für das iPhone.
Die einzige Möglichkeit für Sie ist einen Schlussstrich zu ziehen. Sie
müssen entscheiden, ab welcher Version Sie die Android-Geräte
unterstützen wollen. Für Android Geräte wäre Version 2.2 eine
angemessene untere Grenze, während Sie iPhones unterhalb von iOS 4 den
Zugang zu Ihrem Unternehmen verwehren sollten. PIN, mobile Virtualisierung, verbesserte Eingabemöglichkeiten Der E-Mail-App des Android fehlen ein paar der Desktop-Outlook-Funktionen, die für Unternehmen dennoch wichtig sind. DejaOffice
reicht jedoch einige der Funktionen nach. Mit dieser App haben Sie
unter anderem Zugriff auf Notizen und Memos. Desweiteren können Sie
Kalenderereignisse farbig markieren und Kontakte mit den
Kalenderverabredungen verbinden. Mobile Virtualisierung Mit Red Bend Software
kann die IT-Abteilung Android-Images als virtuelle Maschinen einsetzen.
Das Unternehmens-Betriebssystem ist anschließend komplett unabhängig
von dem persönlichen Betriebssystem. Theoretisch können Unternehmen die
mobile Virtualisierung
von Red Bend nutzen, um ein bestimmtes Betriebssystem herauszusuchen,
das sie unterstützen wollen. Dieses Betriebssystem kann auf jedem Smartphone
als separates Betriebssystem installiert werden, sodass die Nutzer
zwischen persönlichen und geschäftlichen Betriebssystem wechseln können. Schneller tippen und Android mit Sprachbefehlen steuern Am Anfang haben sich die Blackberry-Nutzer
darüber beschwert, dass Android-Geräte mehrheitlich keine physische
Tastatur haben (obwohl es natürlich einige Slider mit Android-OS gibt).
Doch es sind bessere Eingabemöglichkeiten wie Swype
vorhanden. Swype ersetzt Androids virtuelle Tastatur. Damit tippen Sie,
indem Sie mit dem Finger über die Tastatur wischen, anstatt jeden
einzelnen Buchstaben anzutippen. Eine andere Eingabemöglichkeit ist Androids Sprachsuche. Sie könne mit der Google
Sprachbedienung ein Android-Smartphone mit gesprochenen
deutschsprachigen Befehlen steuern: "Text senden an NAME" verschickt
eine SMS, "Adresse navigieren" lotst Sie mit Hilfe von Google Maps
Navigation zur gewünschten Adresse, "Name anrufen" lässt das Telefon der
genannten Person klingeln, "Karte von München anzeigen" zeigt Ihnen
München auf Google Maps, "Bilder VW Käfer" sucht mit Hilfe der
Google-Bildersuche nach Abbildungen des bekannten Volkswagen-Oldies und "Pcwelt.de anzeigen" öffnet www.pcwelt.de im Android-Browser. Mit der Sprachsuche können Sie also sogar Textnachrichten oder Mails verfassen, Webseiten suchen oder die Navigation starten.
Fazit zu Business-Apps für Google-Android Android wird immer besser und eignet sich immer mehr für den Unternehmenseinsatz. So kann die Google
Maps Navigations-App jetzt auf die Verkehrssituation in Echt-Zeit
reagieren und alternative Routen anbieten. Die Übersetzungs-App hilft
Ihnen sich in fremden Sprachen auszudrücken. Mit Googles Goggles können
Sie Ihre Visitenkarten digitalisieren, indem Sie diese mit der Kamera
abfotografieren. Die Daten werden automatisch zu Ihren Kontakten
hinzugefügt. Es gibt auch Dritthersteller-Apps, mit denen Sie den
Funktionsumfang Ihres Smartphones
erweitern können. Sie können mit den Apps beispielsweise Ihre Unkosten
verfolgen, elektronische Bordkarten für bestimmte Fluglinien erstellen
oder eine elektronische Signatur unter wichtige Dokumente und Kontakte
setzen. (PC-Welt)
|